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Vom leeren Labor zu internationaler Beachtung – FH Kiel erhält Mittel aus dem Verbundvorhaben ProPower

von Katja Jantz

Moderne Leistungselektronik sorgt dafür, dass Windräder ihren Strom ins Netz einspeisen, Straßenbahnen fahren und Kühlschränke effizient arbeiten können. Die Miniaturisierung dieser Systeme wird zu einem immer bedeutenderen Wettbewerbsfaktor, in der Elektromobilität, der LED-Beleuchtung oder bei regenerativen Energien.  

Im Rahmen des Förderprogramms „IKT2020“ (Informations- und Kommunikationstechnologien) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Forschungsvorhaben „Kompakte Elektronikmodule mit hoher Leistung für Elektromobilität, Antriebs- und Beleuchtungstechnik“, kurz „ProPower“. Das groß angelegte Verbundprojekt, an dem insgesamt 21 Partnerinnen und Partner aus Industrie und Wissenschaft unter der Federführung der Siemens AG beteiligt sind, wurde mit einem Fördervolumen von 16 Millionen Euro zum 1. Januar 2012 für einen Zeitraum von drei Jahren bewilligt. Auch das Institut für Mechatronik der Fachhochschule (FH) Kiel erhält Mittel zur Unterstützung seiner Arbeit.  

„Wir sind sehr stolz darauf, denn diese Förderung ist die Folge von zahlreichen, beharrlichen Aktivitäten und Entwicklungen eines Teams, das mit einem leeren Labor 2006 begann und nun inzwischen national akzeptierte Forschungsleistungen erbringt“, erklärt Dr. Ronald Eisele, Professor am Institut. Das Team arbeitet seit sechs Jahren erfolgreich u. a. an der Verbesserung von leistungselektronischen Komponenten durch eine robuste Fügetechnik. Dabei hat es die Belastbarkeit und Lebensdauer von Leistungshalbleitern bereits deutlich erhöht. Ein spezielles Verfahren ermöglicht es, hochleistungsfähige Baugruppen produktionsnah zu erzeugen – insbesondere für die elektrische Antriebstechnik von E-Fahrzeug und Einsätzen in der Wind- und Solarenergie. Ziel ist es, weiter vereinfachte Fertigungsverfahren zu erarbeiten, die einerseits zu verbesserten Produkten und andererseits zu niedrigeren Kosten führen.


Kontakt  

Prof. Dr. Ronald Eisele
E-Mail: ronald.eisele(at)fh-kiel.de   

Ein Pressefoto zum kostenlosen Download finden Sie hier.
(gesinterte Hochleistungsbaugruppe, entwickelt und gefertigt in den Laboren der Fachhochschule Kiel, Copyright: FH Kiel)

veröffentlicht am 20.06.2012

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