CampusKunst-D

CampusKunst-D - die Kunstsammlung

Die Vermittlung von Geschichte, Kunst und Kultur ist eine ständige anspruchsvolle Herausforderung an die Fachhochschule Kiel, der sie sich aufgrund ihrer besonderen örtlichen Lage und als moderne Hochschule verpflichtet fühlt.

Auf dem Gelände der Fachhochschule wurde vor gut 150 Jahren der industrielle Werftschiffbau begründet, der den Ortsteil Dietrichsdorf und ganz Kiel prosperieren ließ. Gleichzeitig brachten die hier hergestellten Kriegsschiffe Leid und Not in die Welt. Am Ende des zweiten Weltkrieges blieben nur Schutt und Asche, zerstörte Produktionsstätten und einige wenige stark beschädigte Einzelgebäude zurück. Relikte dieser Zeit sind drei noch erhalten geblieben Hochbunker, von denen zwei heute als Kulturstätten neu hergerichtet sind.

Aufgrund der besonderen Lage direkt am Kieler Hafen gegenüber dem "Kiel-Canal" stimmten die Besatzungsmächte schon wenige Jahre nach dem Kriegsende dem erneute Wiederaufbau der Werftindustrie an der Schwentinemündung zu. in den folgenden dreißig Jahren entstanden so hier der Konzernsitz und Produktionsstätten der HDW und andere Industrieunternehmen siedelten sich an. Wirtschaftliche Bedingungen zwangen dann jedoch die hier angesiedelten Unternehmen Mitte der 80er Jahre das Industriequartier westlich des Heikendorfer Weges zu verlassen. Erneut kollabierte dieses Quartier, bis die Landesregierung beschloss, die bis dahin auf viele Standorte verteilt untergebrachten Einrichtungen der Fachhochschule Kiel hier anzusiedeln. Die vom Wissensschaftrat genehmigte Ausbauplanung sah im Jahr 1995 einen modernen Hochschulcampus mit rund 60 ha Fläche vor, der nun nach zwanzig Jahren nahezu komplett realisiert ist.

Schon vor 20 Jahren war die damalige Brache des von HDW und Hell verlassenen Industriequartier an der Schwentinemündung Ort für eine künstlerische Auseinandersetzung ganz besonderer Art:

Im Jahr 1995 startete gefördert von Land Schleswig-Holstein das "Kunstlaboratorium", zu dem zehn renommierte Künstlerinnen und Künstler eingeladen wurden. In der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem historischen Areal, den verlassenen Gebäuden und der Hoffnung auf einen Neubeginn wurden Konzepte entwickelt, die sich aus damaliger Sicht als kaum realisierbar darstellten. Heute sind einige dieser Gedanken visionär und wertvoll für die Entwicklung des Campus gewesen, der sich als attraktiver Ort für die hier lebenden, arbeitenden und Studierenden entwickelt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch unserer Seiten und unserer Veranstaltungen auf dem Campus!


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  Diese Seite wurde zuletzt am  22.05.2017  aktualisiert